Übersicht der Versuche im Physikalischen Praktikum für Anfänger


Versuch: M 2 - Elastizität

Grundlagen:

In diesem Versuch sollen die elastischen Eigenschaften (Elastizitätsmodul und Schubmodul) homogener deformierbarer Körper untersucht werden.

Elastische Eigenschaften homogener deformierbarer Körper (Hooke´sches Gesetz, Elastizitätsmodul, Schub- oder Torsionsmodul, Schubspannung);

Bestimmung des Elastizitätsmoduls mit Hilfe einer Dehnungsmessung;

Bestimmung des Schubmoduls durch statische Verdrillung (Drehmomente);

Bestimmung des Schubmoduls aus einer Drehschwingung (Differentialgleichung für Drehschwingung (Drehmomente, Trägheitsmoment, Steiner´scher Satz)).



Versuch: M 3 - Erhaltungssätze

Grundlagen:

Der Lufttisch bietet eine Möglichkeit, nahezu reibungsfreie Bewegungen zu beobachten. Aufnahme zeitabhängiger Vorgänge mit einem Stroboskop; Kenntnis der Größen, Impuls, Drehimpuls und Energie sowie der dazugehörigen Erhaltungssätze; elastischer Stoß zweier kugelsymmetrischer Körper im Laborsystem und im Schwerpunktsystem; Drehimpuls einer Zentralbewegung.

Versuch: M 5 - Reibungsfreie Bewegung

Grundlagen:

Mit Hilfe einer Luftkissenfahrbahn werden reibungsfreie Bewegungen analysiert. Newton´sche Grundgesetze (gleichförmige und beschleunigte Bewegung) und Energiesatz (kinetische Energie, potentielle Energie, Arbeit) sowie ihre Anwendung auf die beiden Experimente und ihre Auswertung.

Versuch: M 6 - Physikalisches Pendel

Grundlagen:

In diesem Versuch werden die Schwingungen eines physikalischen Pendels untersucht.

Was sind Schwingungen und welche Größe verwendet man zu ihrer Beschreibung? Was zeichnet harmonische Schwingungen aus? Wie beschreibt man sie mathematisch?

Was unterscheidet ein physikalisches Pendel von einem mathematischen? Von welchen physikalischen Eigenschaften eines physikalischen Pendels hängt seine Schwingungsdauer ab? Formel?

Welche Messungen sind an einem physikalischen Pendel zur Bestimmung von Schwerpunkt und Trägheitsmoment vorzunehmen?



Versuch: M 7 - Trägheitsmoment

Grundlagen:

Das Trägheitsmoment regelmäßiger und unregelmäßiger Körper sollen gemessen werden.

Winkelgeschwindigkeit, Drehimpuls, Drehmoment, kinetische Energie; Trägheitsmoment eines starren Körpers in bezug auf
 


Messungen des Trägheitsmomentes mit Hilfe eines Drehpendels (Winkelrichtgröße, Schwingungsgleichung).



Versuch: M 10 - Drehpendel

Grundlagen:

Mit Hilfe eines Drehpendels sollen charakteristische Größen eines Systems, das freie, gedämpfte und erzwungene Schwingungen ausführen kann, untersucht werden.

Messung folgender charakteristischer Größen eines Drehpendels:



Versuch: M 12 - Kreisel

Grundlagen:

In diesem Versuch wird die Präzessionsbewegung und die Nutationsbewegung eines Kreisels untersucht. Folgende physikalische Begriffe sind für das Verständnis des Kreisels und die Auswertung der Messergebnisse notwendig: Drehmoment, Trägheitsmoment, insbesondere einer Scheibe, Drehimpuls, Erhaltungssätze, Trägheitsmoment eines physikalischen Pendels, Steiner´scher Satz, harmonische Schwingung, Schwingung eines physikalischen Pendels, Präzessionsbewegunung eines Kreisels und dessen mathematische Beschreibung, Nutationsbewegung eines Kreisels und dessen mathematische Beschreibung 

Versuch: E 1 - Grundversuche Elektrizitätslehre

Grundlagen:

Mit diesem Versuch sollen Sie in die Messung elektrischer Grundgrößen (Strom und Spannung) mit Hilfe eines Vielfachinstruments und eines Oszilloskops eingeführt werden.

Begriffe von Strom und Spannung; Festlegung der Einheiten; Wechselstrom- und Wechselspannung (Erzeugung; Scheitel- und Effektivwerte); Funktionsweise eines Drehspulinstruments (interne Schaltung, Drehspulprinzip) und seine Schaltung als Strom- und Spannungsmesser; Funktionsweise eines Oszilloskops (Kathodenstrahloszillographen) (Aufbau, Darstellung einer zeitabhängigen Spannung auf dem Schirm). Erzeugung eines stehenden Bildes (Triggerprinzip).



Versuch: E 2 - Ohmsches Gesetz

Grundlagen:

Leitfähigkeit (Zusammenhang zwischen Stromdichte und elektrischer Feldstärke); das Ohmsche Gesetz als wichtiger Spezialfall (Widerstand und Leitwert); Kirchhoffsche Gesetze; Messung eines Widerstandes mit Hilfe einer Wheatstone-Brücke (Spannungsteilerschaltung); Messung des Innenwiderstandes eines Strom- und Spannungsmessers; Strom- und Spannungsfehlerschaltung bei der Messung eines Widerstandes.

Versuch: E 3 - Wechselstrom

Grundlagen:

Wechselstromkreis mit Widerstand, Kapazität, Induktivität; Blind-, Wirk- und Scheinwiderstand; Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung; komplexer Widerstand, Impedanz; evtl. Darstellung im Zeigerdiagramm, Darstellung von Phasenverschiebungen mit Hilfe von Lissajous-Figuren auf dem Oszilloskop; Hochpaß; Tiefpaß; Filter.

Versuch: E 4 - Transformator

Grundlagen:

Funktionsweise eines Wattmeters; Induktionsgesetz (Magnetischer Fluß, induzierte Spannung); Transformator (induktiv gekoppelte Stromkreise, Selbst- und Gegeninduktion, Stromübersetzung, Spannungsübersetzung, Wirkungsgrad, belasteter Transformator).

Versuch: E 5 - Magnetfeld

Grundlagen:

Magnetfeld einer Kreisspule (magnetische Feldstärke, magnetische Induktion, Biot-Savartsches Gesetz); Messung eines Magentfeldes durch Kraftentwicklung auf einen stromdurchflossenen Leiter (Lorentz-Kraft); Messung eines Magnetfeldes mit einer Hallsonde (Hall-Effekt).


Versuch: E 6 - Einschaltvorgänge

Grundlagen:
 

Zur Vorbereitung müssen Sie sich mit den folgenden physikalischen Begriffen, Vorgängen und Verfahren vertraut machen:

Laden und Entladen eines Kondensators über einen Widerstand (zeitlicher Verlauf von Spannungen, Ladung und Strom; Zeitkonstante).

Funktionsweise des Oszillographen (s. E 1). (Wie werden Spannungen gemessen? Wie macht man zeitliche Spannungsverläufe sichtbar? Was heißt "triggern"?)

Was ist eine Schwingung? Welche Analogien bestehen zwischen mechanischen schwingenden Systemen (z. B. dem gedämpften Federpendel) und einem elektrischen Schwingkreis mit Kapazität, Induktivität und Ohm´schen Widerstand? Zeitlicher Verlauf der Schwingungsamplitude (mechanische Auslenkung bzw. elektrische Größen wie Spannung, Strom, Ladung).



Versuch: E 7 - Dioden

Grundlagen:

Unterschied zwischen Leitern, Halbleitern und Isolatoren, Dotierung von Halbleitern (Eigen- und Fremdleitung, Donatoren und Akzeptoren), pn-Übergang ohne angelegte Spannung, pn-Übergang bei angelegter Spannung (Funktionsweise einer Diode, Kennlinie), Verfahren zur Messung der Diodenkennlinie.


Versuch: E 8 - Transistor

Grundlagen:

pnp-bzw. npn-Übergang; Ströme und Spannungen im Transistor, insbesondere Strom-, Spannungsverstärkung; Grundschaltungen, insbesondere Emitterschaltung; Vierquadrantenkennlinienfeld; Arbeitspunkt (Arbeitsgerade). Zusätzlich sollten die Grundlagen von E 7 bekannt sein. Siehe dazu auch die entsprechende Literatur von E 7.


Versuch: E17 - Wellenausbreitung auf Hochfrequenzleitungen

Grundlagen:

HF-Leitungen: Aufbau eines Koaxial-Kabels, Ersatzschaltbild.
Telegrafengleichungen: Verifizieren Sie, dass zur Ableitung nur die beiden Kirchhoff`schen Gesetze gebraucht werden. Überzeugen Sie sich, daß die allgemeine Lösung (auch der vollständigen Gleichungen) die Form gedämpfter ebener Wellen hat. Machen Sie sich die Bedeutung der Konstanten klar: Wellenzahl, Phasengeschwindigkeit, Frequenz, Dämpfungsfaktor, Impedanz.
Reflexion von Wellen am offenen und am geschlossenen Ende des Kabels bei senkrechtem Einfall der Welle: Reflexionskoeffizient, Phasenbeziehung zwischen einfallender und reflektierter Welle, vor allem in den Sonderfällen des offenen und des (kurz)geschlossenen Kabelendes.
Ausbreitung und Reflexion von Pulsen: Wie hängen sie mit der Ausbreitung und Reflexion von Wellen zusammen? Welches sind die Bedingungen dafür, dass der Puls a) nicht auseinander läuft, b) auch sonst seine Form nicht ändert?
Dämpfung: Für niedrige Frequenzen ist die Dämpfung weitgehend Frequenz unabhängig. Welches ist der Hauptgrund, dass für höhere Frequenzen Dämpfung und spezifischer Widerstand zunehmen? Wie messen Sie die Dämpfung? Was bedeuten die Dämpfungsmaße Neper/m und Dezibel/m?


Versuch: E21 - gekoppelte Schwingungen

Grundlagen:

Was ist eine Schwingung? Welche Analogien bestehen zwischen mechanischen schwingenden Systemen (z. B. dem gedämpften Federpendel) und einem elektrischen Schwingkreis mit Kapazität, Induktivität und Ohm´schen Widerstand? Zeitlicher Verlauf der Schwingungsamplitude (mechanische Auslenkung bzw. elektrische Größen wie Spannung, Strom, Ladung)
Was ist eine gekoppelte Schwingung, wie sieht die mathematische Lösung für ein System mit schwacher Kopplung aus?
Gekoppelte Schwingkreise, Gekoppelte Pendel.


Versuch: O 2 - Linsensysteme

Grundlagen:

Grundlagen der geometrischen Optik (Snellius´sches Brechungsgesetz, Brennweite und Hauptebene einer Linse, Unterschied zwischen dicken und dünnen Linsen, Abbildung eines Gegenstandes mit Hilfe einer Linse (Abbildungsgleichung), Brennweite eines Linsensystems), Messung und Brennweite einer Linse (Autokollimationsverfahren, Abbildungsverfahren, Besselverfahren) und eines Linsensystems; Linsenfehler.


Versuch: O 4 - Polarisation

Grundlagen:

Polarisiertes Licht (linear, zirkular, elliptisch polarisiert); Doppelbrechung (optische Achse, Kristallhauptschnitt, ordentlicher und außerordentlicher Strahl, positiv und negativ einachsige Kristalle); Erzeugung von polarisiertem Licht (Polarisator, Analysator, Viertelwellenlängen (Lambda / 4)-Plättchen); Strahlungsleistung; Drehung der Polarisationsebene durch optisch aktive Stoffe (Sacccharimetrie).


Versuch: O 5 - Beugung

Grundlagen:

Wellen, Wellenoptik, Huygenssches Prinzip, Interferenz, Beugung am Spalt, kreisförmige Blende, Doppelspalt und Gitter (Fraunhofersche Beobachtungsart, Form der Beugungsfiguren, Intensitätsverteilung im Beugungsbild, mathematische Funktionen zur Beschreibung der Intensitätsverteilung, Lage der Maxima und Minima, Auflösungsvermögen optischer Instrumente; Laser, kohärentes Licht, He-Ne-Laser.


Versuch: O 6 - Michelson-Interferometer

Grundlagen:

Helium-Neon-Laser als kohärente, monochromatische Lichtquelle, Interferometer nach Michelson, Lebensdauer eines angeregten Zustandes, natürliche Linienbreite, Kohärenzlänge, Profil einer Spektrallinie als Fourier-Spektrum eines gedämpften Wellenzuges, der Michelson Versuch, (Relativitätstheorie), Haidingersche Ringe, Interferenzfilter.


Versuch: O 7 - Spektroskopie

Grundlagen:

Brechung von Licht (Brechzahl, Snellins`sches Brechungsgesetz); Messung der Brechzahl eines Prismas mit dem Spektrometer (Fraunhofer`sche Formel, Dispersion eines Prismas, Funktionsweise eines Spektrometers); Spektralanalyse.
Aufbau einer Spektrallampe; Bestimmung von Wellenlängen aus einer Dispersionskurve durch Messung der Minimalablenkungswinkel).
Auflösungsvermögen eines Spektrometers.


Versuch: Q 1 - Plancksches Wirkungsquantum

Grundlagen:

Wirkungsweise einer Photozelle (Eigenschaften von Elektronen und Photonen, Fotoeffekt); Herstellung monochromatischen Lichtes (Interferenzfilter), Methoden zur Messung des Planckschen Wirkungsquantums, die Einsteingleichung.


Versuch: Q 3 - Frank-Hertz-Versuch

Grundlagen:

Strom-Spannungs-Charakteristik einer Elektronenröhre (Langmuir-Schottky-Gleichung); energie-geladene Teilchen im elektrischen Feld; Termschema von Quecksilber (Bohrsches Atommodell, Aufbauprinzip und Schalenbau, Pauli-Prinzip, Elektronenkonfigurationen, Auswahlregeln, Interkombinationsverbot); Elektronenstoßanregung (elastische, unelastische Stöße); Erzeugung eines Hg-Dampfes.


Versuch: Q 4 - Radioaktivität

Grundlagen:

Aufbau des Atomkerns, natürliche und künstliche Radioaktivität, Zerfallsreihen, Zerfallsgesetz, Halbwertszeit, α, β, und γ - Strahlung. Wechselwirkung von γ - Strahlen mit Materie (Photoeffekt, Comptoneffekt, Paarbildung). Nachweismethoden für radioaktive Strahlung (Zählrohr, Proportionalzähler, Ionisationskammer, Scintillations-Detekoren, Halbleiter-Zähler).


Versuch: W 1 - Cp und CV

Grundlagen:

Die Beziehung zwischen Druck, Volumen und Temperatur für ideale Gase werden: Die Poissonschen Gesetze erhalten den Adiabatenkoeffizienten α = cp/cv, wobei cp die spezifische Wärmekapazität eines Gases bei konstantem Druck und cv die bei konstantem Volumen bedeutet.

Die kinetische Wärmetheorie liefert Werte für α , die nur von der Anzahl der Freiheitsgrade des Gases abhängt.



Versuch: W 4 - Spezifische Wärmekapazität bei tiefen Temperaturen

Grundlagen:

Die Hauptsätze der Wärmelehre, Definition der Wärmekapazität (spezifische und molare), Dulong-Petitsche-Regel, das Einsteinsche Modell, (Bose-Einsteinsche-Verteilungsfunktion), das Debeysche Modell, Debey Temperatur, Debeysche Grenzfrequenz).


03.04.2003