für Schülerinnen der Klassen 12 und 13
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Der Fachbereich Physik der Universität Essen bietet im kommenden
Wintersemester in der Zeit vom 2. Oktober 2004 bis zum 19. Februar 2005
wieder ein Probestudium PHYSIK für Schülerinnen der
Klassen 12 und 13 an. Das Probestudium soll den Teilnehmerinnen einen Einblick
in die ersten zwei Jahre des regulären Physikstudiums geben.
Das Probestudium PHYSIK richtet sich an alle diejenigen, die sich für Physik
interessieren und eventuell Physik studieren möchten. Es besteht aus
einer Reihe von theoretischen und experimentellen Vorlesungen zum Thema
Schwingungen und Wellen mit begleitenden Übungen und einem
Praktikum.

Die Einsicht, dass zwischen mechanischen Wellen (Schall, Wasserwellen)
einerseits und elektromagnetischen Wellen (Radiowellen, Licht) andererseits
grundlegende Unterschiede bestehen, stand vor 100 Jahren am Beginn der
Entwicklung der modernen Physik (Relativitätstheorie, Quantenmechanik).
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| Teilnehmer: |
Das Probestudium PHYSIK wendet sich an Schülerinnen der
Klassen 12 und 13. Es können sich auch Schüler dieser Klassenstufen
anmelden. Die Bewerbungen von Schülerinnen werden jedoch vorrangig
behandelt.
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| Ziel: |
Die Teilnehmenden sollen exemplarisch Ablauf und Anforderungen eines
Studiums der Physik kennen lernen und sich selbst hinsichtlich ihrer
Eignung für ein Physikstudium testen.
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| Umfang: |
Das Probestudium PHYSIK besteht aus 15 dreistündigen
Veranstaltungen, die jeweils samstags von 11:15 Uhr bis 14:15 Uhr während
des ganzen Wintersemesters (Anfang Oktober bis Mitte Februar) stattfinden. Da
die Inhalte der einzelnen Veranstaltungen aufeinander aufbauen, ist nur eine
regelmäßige Teilnahme sinnvoll.
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| Aufbau: |
Mathematischer Grundkurs (02.10./09.10./16.10.)
jeweils 2 Stunden Vorlesung, 1 Stunde Übungen
Experimenteller Kurs (06.11./13.11./20.11./27.11./04.12./11.12.)
jeweils 2 Stunden Vorlesung, 1 Stunde Übungen
Weihnachtsferien
Praktikum (15.01./22.01./29.01.)
jeweils Durchführung eines Experiments in kleinen Gruppen
Theoretischer Kurs (05.02./12.02./19.02.)
jeweils 2 Stunden Vorlesung, 1 Stunde Übungen
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| Zeitplan: |
Beginn:
Ende:
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Samstag, 02. Oktober 2004
Samstag, 19. Februar 2005
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| Anmeldung: |
Bis zum 2. Oktober 2004 durch
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E-Mail an:
oder
Brief an:
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Professor Dr. Lothar Schäfer
(0201) 183-2486
Prof. Dr. Lothar Schäfer
Fachbereich Physik
Universität Essen
45117 Essen
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bitte angeben: |
Stichwort Probestudium PHYSIK 2004
Name, Vorname, Adresse, Telefon
Schule, Schulort, Klasse
Vorkenntnisse, falls vorhanden
(z. B. Grund- oder Leistungskurse Physik/Mathe)
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| Rückfragen: |
Prof. Dr. Lothar Schäfer
Tel: (0201) 183-2486
E-Mail: lsphy@theo-phy.uni-essen.de
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| Skript: |
Zur Nachbereitung einzelner Vorlesungen wird ein Skript in der jeweiligen Veranstaltung
an alle Teilnehmer verteilt. Es kann keine elektronische Version im vorab zur
Verfügung gestellt werden.
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Weitere Informationen
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Zum Thema: Schwingungen und Wellen klingt nicht sehr
aufregend, umschreibt jedoch ein wesentliches Naturphänomen, das in
allen Gebieten der Physik auftaucht. Das beginnt mit den mechanischen
Schwingungen etwa eines Pendels und führt über mechanische Wellen
(Schall, Wasserwellen) zu elektromagnetischen Wellen (Licht), deren
verblüffendes Ausbreitungsverhalten Anlass zur Relativitätstheorie
war. Und schließlich hat auch jedes Stück Materie
Welleneigenschaften, wie sie die Quantentheorie beschreibt. Schwingungen
und Wellen ist daher ein ideales Thema, um nicht nur das Grundstudium
Physik zu demonstrieren, sondern auch auf grundlegende Konzepte der
modernen Physik einzugehen. Darüber hinaus sind Schwingungen und Wellen
technisch von großer Bedeutung. Welleninterferenz liegt zum Beispiel
der Holographie zu Grunde.
Zu Ziel und Umfang: Das Studium der Physik setzt zwar keine speziellen
physikalischen oder mathematischen Vorkenntnisse voraus, aber einiges muss man
schon mitbringen. Vor allem sollte man sich wirklich für Physik
interessieren. Physik sucht nach den grundlegenden Naturgesetzen und
bemüht sich, deren Ausprägung in belebter und unbelebter Natur und
Technik zu verstehen. Physik bleibt nicht stehen bei der Frage "Wie geht es?",
sondern fragt weiter "Warum geht es so?" Interesse an dieser Frage ist eine
wesentliche Bedingung für Erfolg im Physikstudium. Des Weiteren sollte
man sich nicht vor Mathematik (genauer: vor dem Rechnen) scheuen. Auch wenn
zwischen den mathematischen Anforderungen der theoretischen Physik auf der
einen und der technischen Physik auf der anderen Seite ein großer
Unterschied besteht, so darf man doch auf keinen Fall Angst vor Formeln haben.
Schließlich verlangt ein Physikstudium, wie jedes Studium, Mitarbeit und
Ausdauer, selbst wenn es mal frustrierend ist.
Um diese Anforderungen zu demonstrieren, haben wir das
Probestudium PHYSIK konzipiert. Es soll den Teilnehmenden
ermöglichen, sich selbst zu testen und ihre Interessen und
Fähigkeiten besser einzuschätzen. Dazu wäre eine
Vorlesungsreihe, die sich werbewirksam auf Glanzlichter aktueller
Forschung konzentriert, nicht geeignet. Unser Probestudium PHYSIK
behandelt statt dessen ein Thema des richtigen Studiums unter verschiedenen
Aspekten über ein ganzes Semester (Ausdauer!) und verlangt aktive
Mitarbeit in Übungen und Praktikum. Wenn die Teilnehmenden am Ende eine
besser fundierte Entscheidung für oder gegen ein Physikstudium treffen
können, haben wir unser Ziel erreicht. Die Teilnehmenden am vorigen
Probestudium PHYSIK haben darüber hinaus noch einen weiteren
Nutzen gesehen, den wir so gar nicht angestrebt hatten: Viele empfanden das
Probestudium PHYSIK als willkommene Vertiefung des Schulstoffs, sehr
nützlich für das Abitur.
Zur Gliederung und zum Inhalt: Das Probestudium PHYSIK
wird nach einem Studienplan durchgeführt, der in der folgende
Tabelle dargestellt ist. Der Studienplan gibt an, welches Thema in welchem
Kurs behandelt wird. Diese Liste stellt nur eine grobe Beschreibung der
minimalen Inhalte dar. Wie beim "richtigen" Physikstudium können die
Dozenten frei darüber entscheiden, wie sie diese Themen behandeln und ob
sie weitere Themen ansprechen.
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Mathematischer Grundkurs
Das notwendige mathematische Handwerkszeug für die weiteren Vorlesungen
wird in diesem Grundkurs bereitgestellt. Er orientiert sich an der Vorlesung
Mathematische Methoden der Physik (erstes Semester).
Aus dem Inhalt: Koordinatensysteme, komplexe Zahlen, Funktionen,
Zahlenfolgen, Grenzprozesse, Ableitungen
Teilweise mögen diese Themen aus der Schule wohlbekannt sein, doch
ist eine Wiederholung notwendig, um ein verlässliches Fundament
für die folgenden Veranstaltungen zu schaffen.
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Experimenteller Kurs
Der experimentelle Kurs enthält Ausschnitte aus den Vorlesungen
Grundlagen der Physik I - IV (erstes bis viertes Semester).
Aus dem Inhalt: Harmonische Schwingungen, gedämpfte und
erzwungene Schwingungen, Begriff der Welle, Dispersion, Huygens`sches
Prinzip, Wellengleichung, Polarisation, Brechung, Beugung am Spalt und
am Gitter, Materiewellen, Tunneleffekt, Elektronenbeugung
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Praktikum
Das Praktikum enthält - aus Zeitgründen leicht abgespeckte -
Versuche aus dem Anfängerpraktikum (zweites und drittes
Semester). Die Teilnehmenden führen in Zweier- oder Dreier-Gruppen
an einem Tag jeweils einen Versuch durch.
Versuche: Grundversuche Elektrizitätslehre,
Einschaltvorgänge, Michelson-Interferometer, Beugung, Spektroskopie,
Hochfrequenzleitung, Photoeffekt
Die Teilnehmenden erhalten jeweils eine Woche vorher Unterlagen zu dem von ihnen
durchzuführenden Versuch. Die Details werden dann zu Beginn der Praktikumsstunde
mit dem Betreuer besprochen.
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Theoretischer Kurs
Es werden die Anfangsgründe der speziellen Relativitätstheorie
erarbeitet. Dies ist Teil der Vorlesung Theoretische Physik II,
Elektrodynamik (viertes Semester).
Aus dem Inhalt:
Galilei's Relativitätsprinzip, Einstein's Relativitätsprinzip,
Minkowski-Diagramm, Herleitung der Lorentz-Transformation,
Lorentz-Kontraktion, Zeitdilatation
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Übungen
Zum mathematischen und experimentellen Kurs werden Übungen angeboten.
Wie im richtigen Studium sollen diese dazu ermuntern, den Vorlesungsstoff
nachzuarbeiten und sich selbst zu kontrollieren, ob man alles verstanden
hat.
In den Vorlesungen werden Übungsaufgaben ausgegeben, die zu Hause zu
bearbeiten sind. Die schriftlichen Lösungen sind zu Beginn der jeweils
nächsten Vorlesung abzugeben. Sie werden korrigiert während die
Vorlesung läuft und in der anschließenden Übungsstunde
besprochen. In den Übungsstunden sollen die Studierenden lernen,
physikalische Sachverhalte darzustellen und zu diskutieren.
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